Beschreibung
In der vorliegenden Arbeit wird die wirtschaftliche und technische Eignung additiv hergestellter Triebwerkskomponenten für den Serieneinsatz untersucht und über den klassischen Ansatz der Herstellkostenbewertung hinaus, eine Bewertung des Mehrwerts additiv gefertigter Triebwerksbauteile durchgeführt. Es liegt hier eine zweidimensionale Themenstellung vor. In den Medien erfahren additive Fertigungsverfahren einen regelrechten Hype. Dennoch lässt sich auf Konferenzen und bei Fachgesprächen eine noch zögerliche Erwartungshaltung in Bezug auf einen wirtschaftlichen Serieneinsatz der Technologie feststellen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die technische Serienfähigkeit und die Möglichkeit eines wirtschaftlichen industriellen Einsatzes in der Triebwerksindustrie für hochkomplexe Bauteile aufzuzeigen. Mittels additiver Fertigungsverfahren lassen sich Bauteilgeometrien realisieren, welche mit konventionellen Fertigungsverfahren nicht mehr herstellbar sind. Ein direkter Vergleich in Bezug auf die Kosten oder technische Vorteile ist also nicht mehr möglich. Deswegen werden andere Modelle benötigt, die den Mehrwert additiver Bauteile beschreiben und eine umfassende Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ermöglichen. Im zweiten Themenschwerpunkt der vorliegenden Arbeit, wird ein dreistufiger Bewertungsansatz vorgestellt, der neben einem herkömmlichen Herstellkostenvergleich auch relevante Vor- und Nachteile des additiven Prozesses abbilden kann.